Faszinierende alte Sägetechnik

Veröffentlicht am 30. Juni 2011  |  

Alte Technik fasziniert die Menschen. Am bundesweiten Mühlentag am Pfingstmontag nahmen viele Besucher staunend beim Schausägen in der alten Sägemühle in Tecklenburg teil. Knatternd und ächzend setzen sich die Antriebsräder, Wellen und Bänder in Bewegung, um das Sägegatter in Funktion zu bringen. Fürs Erste sollte die zuvor angestaute Wassermenge im Mühlenbach reichen, die Thomas Volk dosiert auf das Mühlrad strömen ließ, während Franz Dühnen das komplizierte Räderwerk der Mühle überwachte. Klaus Helms erklärte derweil den Besuchern unermüdlich die jahrhunderte alte Technik. Dann nahm die Säge ihre Arbeit auf und der Sägeschlitten mit dem darauf befestigten Baumstamm wurde langsam zur Säge geführt. Mit der Kraft des Wassers wurde so das erste dicke Eichenbrett vom Stamm getrennt. Zwar musste beim zweiten Brett der Sägevorgang abgebrochen werden, da sich ineinander verzahnte Antriebsräder durch die starken Vibrationen gelöst hatten, doch zum Glück konnte der Schaden repariert werden und der Sägebetrieb wieder aufgenommen werden. Die Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land freut sich, die Sägemühle nun an besonderen Tagen einem breiten Publikum vorführen zu können. Beim nächsten Mühlentag wird die Sägemühle wohl wieder in Aktion sein.

Im Mittelpunkt des Mühlentages stand natürlich die kulturhistorische Sägemühle, wofür auch viele der anwesenden Kinder großes Interesse zeigten. Betreut durch die Mitarbeiterinnen der Umweltbildung konnten die Kinder sich auch als kleine Forscher und Entdecker beim Käschern und anschließendem Bestimmen der Wasserlebewesen versuchen. Beim Wolle-Filzen entstanden kleine bunte Kunstwerke. Wer wollte, konnte Bentheimer Landschafen in einem kleinen Gatter einen Besuch abstatten, die zufrieden an den Grashalmen rupften. Für die Besucher gab es Lammbratwurst, Kuchen und den Streuobstwiesenapfelsaft. Das restaurierte ehemalige Müllerhaus, ein Zweiständerfachwerkhaus aus dem Jahre 1804, konnte ebenfalls besichtigt werden. Viele nutzten auch die Gelegenheit zum Einkauf im kleinen Hofladen der ANTL.


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