Feldscheune im Naturschutzgebiet errichtet

Veröffentlicht am 21. Oktober 2013  |  

Schüler legen Hand an für den Artenschutz

Feldscheunen haben heute ihre Funktion für die Landwirtschaft verloren und verfallen mehr und mehr zum Leidwesen ihrer tierischen Bewohner. So auch die Feldscheune im Naturschutzgebiet „Haverforths Wiesen“ in Riesenbeck. Auf Anregung von Christian Kipp von der Biologischen Station des Kreises Steinfurt und unter Initiative von Hans-Jakob Merkens und Hermann Lammers aus Brochterbeck wurde mit Hilfe von Schülern und Schülerinnen der 8. Klasse der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck und in Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land ein neues Haus für Eule, Kauz und Singvogel in unmittelbarer Nähe der alten verfallenen Feldscheune errichtet. Für die Schüler fand das Projekt „Feldscheune“ im Rahmen einer Berufsorientierungswoche statt. In nur wenigen Tagen wurde die stattliche Feldscheune nach dem professionellen Zuschnitt der Balken und Bretter durch Hermann Lammers unter fachkundiger Anleitung zusammengezimmert. Die Fundamentsteine für die Feldscheune wurden vom Baustoffhändler Heemann in Brochterbeck gestiftet. Am vergangenen Samstag kamen die Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule wieder zu einem letzten Arbeitseinsatz zusammen, um das Dach mit alten Hohlziegeln zu decken und um die Einbauten anzubringen, ein Eulenkasten und Winkelbretter, an die die selten gewordenen Rauchschwalben im nächsten Frühjahr ihre Nester ankleben können. Die Dachpfannen wurden von der Gemeinde Saerbeck zur Verfügung gestellt, finanzielle Unterstützung wurde gewährt vom Kreis Steinfurt. Hans-Jakob Merkens, der für unsere selten gewordenen Gebäudebrüter bereits mehrere solcher Feldscheunen renoviert bzw. neu errichtet hat, koordinierte die Aktion auch mit Hilfe der Referendare David Merkens und Bernd Spaning. Im Sommer wird die Feldscheune sicher auch als Schattenplatz vom Weidevieh gerne angenommen und die Rinder werden darin Schutz suchen vor Kälte und Nässe. Für alle Akteure wäre der beste Dank eine baldige Annahme der Feldscheune als Brutplatz und Versteck durch unsere heimischen Vögel.

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