Moorpflege ist Sisyphusarbeit

Veröffentlicht am 7. November 2011  |  

Gute Unterstützung durch Ehrenamtliche

Eine Sisyphusarbeit ist eine nie endende Arbeit. So ist auch die Entkusselungsarbeit im Recker Moor zu sehen. Dank der Unterstützung vieler Ehrenamtlicher beim Arbeitseinsatz der ANTL im Recker Moor am vergangenen Samstag konnte diese notwendige Maßnahme im Moor voran gebracht werden. Jedes Jahr kommen immer wieder neue Gehölze hoch, die beseitigt werden müssen, will man das Biotop „Moor“ erhalten. Mit Wiedehopfhacke und Spaten wurden Weiden, Birken und Faulbaum im moorigen Boden gelöst und heraus gezogen. Ein Abschneiden oder Abhacken der Gehölze würde einen umso stärkeren Austrieb im kommenden Frühjahr bedeuten und das Vernichten der unerwünschten Gehölze im Moor noch schwerer machen. Auch darf das Zweigwerk nicht im Moor verbleiben, da es lokal zu Nährstoffanreicherungen kommen würde und sich außerdem schnell neue Wurzeln bilden würden und die Pflanzen so am Leben blieben. Das Heraustragen der Gehölzbündel war für viele Helfer und Helferinnen ein echter Balanceakt. Auf den Horsten von Gräsern und Binsen lief man von Insel zu Insel, doch wer vom „Wege“ abkam, ging nicht selten zu Boden. Auf dem weichen Moorboden war dies kein Problem, zumal das Moor am Samstag nach der langen herbstlichen Trockenheit weniger feucht war als sonst. Ein Brötchen- und Kaffeestärkung beim Frühstück unter freiem Himmel war für die Helfer gleichzeitig eine notwendige wie willkommene Pause. Die Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Tecklenburger Land dankt allen Helfern und Helferinnen, die sich an diesem Tag wie auch am Arbeitseinsatz zuvor am 15. Oktober tatkräftig engagiert haben.

  

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